Breite Basis, harte Repression. Proteste gegen das neue Gesetz vor dem Parlament in Tiflis, 28. Mai
Thema Das georgische Parlament hat das Gesetz gegen »ausländischen Einfluss« verabschiedet

Die Regierung weicht nicht zurück

Trotz großer Proteste in Tiflis und Warnungen aus der EU hat die georgische Regierung ihr umstrittenes Gesetz gegen »ausländischen Einfluss« durchgesetzt. Die Opposition warnt vor einem autoritären Staatsumbau vor den Parlamentswahlen im Oktober.
Umzingelter Justizpalast. Proteste in Bogotá wegen der verzögerten Ernennung der Generalstaatsanwältin Camargo im Februar
Ausland In Kolumbien steht der ehemalige Präsident Uribe wegen Bestechung vor Gericht

Uribes Schutz schwindet

Der ehemalige kolumbianische Präsident Álvaro Uribe Vélez steht vor Gericht. Etliche vergebliche Anläufe unternahmen Juristen und Politiker bereits, um seine Verbindungen zu paramilitärischen Gruppen zu untersuchen. Von mehr...
Man kann auch mit und trotz Arbeit einsam sein. Charlie Chaplin in »Moderne Zeiten« (Modern Times, USA 1936)
Hotspot Die Bundesregierung hat Einsamkeit als gesellschaftliches Problem entdeckt

Arbeit ist auch keine Lösung

Es ist nicht überraschend, dass Einsamkeit während der Pandemie zunahm, da die sozialen Kontakte außerhalb des eigenen Zuhauses stark eingeschränkt waren. Besonders Erwerbslose und Frauen sind von Einsamkeit betroffen. Kolumne »Schicht im Schacht« Von mehr...
Nach dem Wassertaxiverbot. Kanye West und Bianca Censori entsteigen einer Limousine, 23. Februar 2024, Mailand
dschungel Glam und warum die wichtigste Währung im Pop gerade verfällt

Das Ende der Gala

Die Stars der Kulturindustrie sind auch nicht mehr das, was sie mal waren: Bianca Censori, Kanye West und die Abstumpfung des glamourösen Lebens. Von mehr...
Palästinensische Flüchtlinge aus Galiläa, 1948
Interview Adi Schwartz, Autor, im Gespräch über die Forderung nach Rückkehr palästinensischer Flüchtlinge nach Israel und warum diese bösartig ist

»Israel ist hier, um zu bleiben«

Während des Israelischen Unabhängigkeitskriegs flohen etwa 700.000 Palästinenser. Deren Flüchtlingsstatus wird unbegrenzt an nachfolgende Generationen vererbt. Die palästinensische Seite hat die Forderung nach Rückkehr nie aufgegeben; »Rückkehrrecht« war immer eine Chiffre für die Abschaffung des jüdischen Staats, die in der UNRWA, dem Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten, ihre Institutionalisierung fand. Über diese Themen sprach die »Jungle World« mit dem israelischen Autor und Politikwissenschaftler Adi Schwartz. Interview Von mehr...
Ministerpräsident Srettha Thavisin bleibt gutgelaunt. Am 31. Mai sprach er zur Eröffnung der Bangkok Pride
Ausland Thailands Ministerpräsident Srettha Thavisin wird von Senatoren verklagt

Botschaft an die graue Eminenz

Thailands Ministerpräsident Srettha Thavisin könnte aufgrund einer Klage konservativer Senatoren beim Verfassungsgericht sein Amt verlieren. Von mehr...
Wie bei »Der Exorzist«. Das Mädchen Lilly (Ingrid Torelli) ist vom Teufel besessen
dschungel Im Film »Late Night with the Devil« übernimmt ein Dämon ein Fernsehstudio

Fernsehen ist des Teufels

Der Horrorfilm »Late Night with the Devil« zeigt in Found-­Footage-Manier eine okkulte Talkshow und taucht dabei in die Ästhetik der siebziger Jahre ein. Von mehr...
Die Wäsche muss warten. Die Servicekräfte verschiedener Universitätskliniken streiken für bessere Bezahlung
Inland In Regensburg, Würzburg und Erlangen streiken Serviceangestellte der Unikliniken

Klinisch unterbezahlt

An den Universitätskliniken Regensburg, Erlangen und Würzburg streiken die Beschäftigten einer Service-Gesellschaft. Sie fordern ihre Eingruppierung in den Tarifvertrag der Länder. Die Klinikleitungen reagieren mit Drohungen und Kündigungen. Von mehr...
Ohne Aussicht auf Rückkehr. Seit 2014 leben Tausende Yeziden im UN-Flüchtlingslager Khanke nahe der irakischen Stadt Dohuk
Interview Ronya Othmann, Schriftstellerin, im Gespräch über die Verfolgung der Yeziden

»Hier geht die Panik um«

Bereits vor 2014 waren Yeziden vor der Verfolgung in ihren Herkunfts­ländern geflohen, die Massaker des »Islamischen Staats« verschärften die Situation dann noch weiter. Vielen in Deutschland lebenden Yeziden droht die Abschiebung, obwohl ihre Sicherheit im Irak nicht gewährleistet ist. Die »Jungle World« sprach mit der Schriftstellerin Ronya Othmann über Geschichte und Ursachen der Verfolgung sowie die gesellschaftlichen Veränderungen in der yezidischen Community. Interview Von mehr...
Dortmund-Fans mit einem Spruchband "Rheinmetall: Mit dem Fußball zum Saubermann-Image?"
Sport Borussia Dortmund hat einen Sponsorenvertrag mit dem Rüstungskonzern Rheinmetall abgeschlossen

Fußballsponsor Rheinmetall

Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall hat mit dem Bundesligisten Borussia Dortmund einen Sponsorenvertrag abgeschlossen. Die Vereinbarung sorgt für Gesprächsstoff. Von mehr...
Halten Überraschungen bereit: Die EU-Parlamentsfraktionen bieten wilde Mischungen von politischen Positionen
Thema Auch linksorientierte Fraktionen des Europaparlaments vertreten fragwürdige Positionen

Richtungswahl mit Wundertüten

Bei der anstehenden Europawahl wird mit einem Erfolg der extremen Rechten gerechnet. Doch auch die linksorientierten Fraktionen des Europaparlaments vertreten fragwürdige Positionen zu Israel und Russland, Homöopathie und Separatismus. Von mehr...
Während heftiger arabisch-jüdischer Kämpfe um die Kontrolle über Jerusalem am 3. Juni 1948 schickt eine explodierende arabische Granate eine Rauchwolke über die alte Stadtmauer (l.); Historiker Benny Morris, 2007
dschungel Warum Rashid Khalidi kein palästinensischer Neuer Historiker ist

Der Krieg gegen die Geschichte

Im Frühjahr 2020 erschien das vielbeachtete Buch »The Hundred Years’ War on Palestine: A History of Settler Colonialism and Resistance, 1917–2017« des US-amerikanisch-palästinensischen Historikers Rashid Khalidi, in dem der Autor den Zionismus als Siedlerkolonialismus und Instrument des britischen und US-amerikanischen Imperialismus darstellt. Das Buch hat die US-amerikanische Debatte über den israelisch-palästinensischen Konflikt maßgeblich beeinflusst. Dabei, so kritisierte der israelische Historiker Benny Morris in seiner 2020 in der »Jewish Review of Books« veröffentlichten Rezension, enthält es eine vereinfachende und verzerrende Darstellung der Geschichte und unterschlägt wesentliche historische Fakten. Aus Anlass des Erscheinens der deutschen Übersetzung von Khalidis Buch (»Der Hundertjährige Krieg um Palästina: Eine Geschichte von Siedlerkolonialismus und Widerstand«) dokumentiert »Jungle World« mit Einverständnis von Verlag und Autor Morris’ ausführliche Kritik an Khalidis Deutung des Konflikts. Imprint Von mehr...
Der analoge Mann fühlt sich crazy
dschungel Am DJ-Pult im Freien kämpft der analoge Mann mit den Naturgewalten

Der analoge Mann

Aus Kreuzberg und der Welt: Durch den Wind Von mehr...